Werner Herzog drückt auf Enter – Die Deutsche Kinemathek schaltet das Werner-Herzog-Archiv online

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Filmemacher Werner Herzog

Filmemacher Werner Herzog

 

Bevor Werner Herzog im Museum für Film und Fernsehen am Potsdamer Platz sein eigenes Archiv per Knopfdruck online schaltet, wirft der Beamer ein Bild von ihm an die Wand. Zu sehen ist Herzog, wie er am Set von „Cobra Verde“ scheinbar schwer getroffen nach hinten fällt. „Da habe ich einem Statisten vorgemacht, wie er sich rückwärts krümmt, wenn er den Peitschenschlag in den Rücken bekommt. Mein Bruder fand es so merkwürdig, dass er es in unser Logo aufgenommen hat“, erzählt der Regisseur. Herzogs Bruder, Lucki Stipetić – Werner Herzog heißt eigentlich Werner Herzog Stipetić –, ist überhaupt eine wichtige Person nicht nur für dieses Projekt und ebenfalls anwesend. Er ist Geschäftsführer der Werner Herzog Film GmbH und für die Organisation und Finanzierung der Filme zuständig. Er hat das Archiv über Jahrzehnte gepflegt, Negative, Verträge, Dialog- und Untertitellisten aufbewahrt, und es 2009 an die Deutsche Kinemathek übergeben. Wenn es nach Werner Herzog gegangen wäre, wäre wohl das meiste auf dem Müll gelandet. „Über die Nachwelt mache ich mir keine Gedanken“, gibt Herzog zu. „Mein Bruder hat darauf bestanden, dass man es aufheben sollte.“ Zum Glück. Weiterlesen

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Es sind diese Gegenden, für die Berlin von Künstlern so geliebt wird, wo sich enge Gassen und verwinkelte Sträßchen zwischen Häusern mit teils heruntergekommenen, teils hübsch renovierten Fassaden entlangschlängeln. Hier, wo man sich ohne Karte verläuft, zwischen Blumenläden, Mietshäusern, Fressbuden und Kinderspielplätzen findet man so etwas wie das Central. Ein Kino, Puppentheater und Veranstaltungsraum in Rixdorf-Neukölln, irgendwo nahe der Sonnenallee. Man muss schon genau hinsehen, damit man an den zwei Schaufenster nicht vorbeiläuft. Georg von Weihersberg spielt Chopin, steht dort gerade.
Kino Central Rixdorf Weiterlesen