Sport und Spiele beim Pfeffersport Pankow-Festival

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Am letzten Sonntag im August fand zum achten Mal in Folge das Sport- und Integrationsfestival für Kinder und Jugendliche an und in der Max-Schmeling-Halle statt. Veranstalter war auch diesmal der Verein Pfeffersport, für das Catering sorgte der mob e. V.

Kampfsportvorführung beim Pankow-Festival
Kühl und regnerisch hatte dieser Vormittag begonnen, weshalb der Sport in die Halle verlegt wurde. Dort boten sich für Kinder und Jugendliche von ganz klein bis groß zahlreiche Möglichkeiten zur Bewegung und Aktion: Ballspiele, Frisbee, Klettern, Fechten, Hüpfen oder einfach Herumtollen.


Das Konzept stammt vom Verein Pfeffersport, der mit über 4.000 Mitgliedern der größte Kinder- und Jugendsportverein im Bezirk Pankow ist. Für den 1990 gegründeten Verein stehen Suchtprävention und Integration durch Sport an erster Stelle. „Vielfalt und Inklusion ist uns wichtig“, sagt Sebastian Zinke von der Abteilung Fit und Gesund. „Wir wollen frühzeitig Ausgrenzungsmechanismen in der Gesellschaft minimieren und über den Sport möglichst viele und verschiedene Menschen zusammenbringen, um Berührungsängste und Vorurteile gar nicht erst aufkommen zu lassen.“
Deswegen sind die Angebote von Pfeffersport vielfältig und bunt und nicht auf Leistung sondern Spaß ausgelegt. In den Bewegungslandschaften beispielsweise sollen Kinder über die Materialien zur Bewegung motiviert werden. „Kinder kommen dabei ganz von alleine auf die Idee, Dinge auszuprobieren und für sich zu interpretieren, wie man etwas benutzt“, erklärt Sebastian Zinke. „Unser Bewegungsgarten fängt schon für Babys ab zwei, drei Monaten an.“


Für die etwas Größeren waren eine Hüpfburg sowie ein Trampolin aufgebaut, auf dem Schwebebalken konnten die Mutigen balancieren, und wer seine Kraft messen wollte, konnte Hand- und Fußbälle in ein Tor mit Geschwindigkeitsmesser schießen.
Bekannt ist auch das Rollstuhlbastketball, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam in einer Mannschaft spielen. Selbst wer sonst keinen Rollstuhl braucht, kann hier ausprobieren, wie man damit fährt und tatsächlich auch Sport machen kann. Die Sportrollis sind extra stabil konstruiert, die schräg angebrachten Räder bieten einen kleinen Wendekreis. So kommen Rollstuhlfahrer und Normalos – oder Fußgänger, wie sie unter den Rollstuhlfahrern genannt werden – früh zusammen.
„Der Kontakt ist uns ganz wichtig“, ergänzt Sebastian Zinke. „Egal ob jemand besonders leistungsfähig ist, im Rollstuhl sitzt oder auf einer anderen Ebene Förderungsbedarf hat, wir wollen unsere Gruppen so heterogen wie möglich gestalten. Das gilt auch für die Verteilung von Mädchen und Jungen. Kinder haben keine Vorurteile, die entwickeln sich wenn überhaupt erst später.“


Seit seiner Gründung 2007 erfreut sich der Verein Pfeffersport immer größerer Beliebtheit, die Mitgliederzahlen steigen und auch die Anzahl der Partnervereine. So bot diesmal ein befreundeter Verein aus Kreuzberg Selbstverteidigung an und zeigte den Kindern und Eltern, dass auch schon kleine und vermeintlich schwache Menschen mit großen Gegnern fertig werden können. Die Kämpfer gaben außerdem eine einstudierte Show mit Nunchaku und Akrobatik zum Besten. Ab November will der Verein zusammen mit Pfeffersport in der Mariannenarena regelmäßige Angebote für sportliche Aktivität anbieten.
Das Wetter hatte sich an diesem letzten Augusttag noch einmal gefangen, und so konnten sich die kleinen und großen Sportler und Besucher bei Sonnenschein und unter blauem Himmel beim Catering des mob e. V. stärken. Es gab Wurst und Steak, Cola und Kaffee sowie Zuckerwatte für die Kleinen. Wer es dieses Mal verpasst hat, darf sich schon jetzt auf das PankowFestival im nächsten Jahr freuen. Dann feiert der Pfeffersport sein 25jähriges Bestehen.

Info: http://www.pfeffersport.de

http://www.strassenfeger.org/mob-e-v.html

© Text und Fotos Boris Nowack

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